Inhalte generieren ohne Rücksicht auf Substanz

Da hat man nach langer Zeit endlich wieder seine eigene Seite online, alle warten hungrig auf Lesestoff und dann hat man nichts zu erzählen. Super Story. Aber so ist das nun mal. Nur, weil plötzlich wieder die Plattform zur Verfügung steht, sprudeln nicht sofort die passenden Inhalte. Dabei hatte man in der Seiten-freien-Zeit ständig irgendwas, aber eben keinen Ort zum Reinschreiben. Jetzt könnte natürlich schnell der Eindruck entstehen, im Leben passiere einfach nichts, totale Langeweile und Alltagstrott. Dem ist natürlich nicht so, also wirklich. Selbst wenn, erstaunlicherweise empfinde ich nicht zwangsläufig einen direkten Zusammenhang zwischen Schreibdrang und Erlebnis. Da passiert schon mal die lebensverändernde Schicksalswendung aber man verschwendet nicht mal den Gedanken daran, es nieder zu schreiben und dann wieder sitzt man gelangweilt auf der Couch und verspürt den unbedingten Drang, seinen Gedanken Ausdruck zu verleihen.

Der Text mag gezwungen wirken, aber das kann nur am Inhalt liegen. Denn der Wille, etwas, irgendwas zu schreiben, ist da und jetzt, wo die Worte Stück für Stück erscheinen, da stellt sich auch die Sehnsucht nach Inhalt wieder ein. Allmählich flutscht es wieder, zumindestens empfinde ich das so. Holpriger Anfang, unentschlossen, worum es überhaupt gehen soll aber mit der Zeit wird es zu einem Text mit Inhalt. Wenn man schon blockiert ist und nicht weiß, worüber man schreiben soll, schreibt man halt über eben jene Blockade, wunderbar meta und damit perfekt für einen Blog geeignet.

Vorhin hab ich mir übrigens ein ganz herrliches Sandwich gemacht, Gurke, Tomate, Käse, Wurst und 3 verschiedene Soßen. Schmeckte bzw. schmeckt hervorragend. Wäre der Text um eben jenes Sandwich gegangen, wäre er sicherlich auch nicht interessanter gewesen, wohl aber schmackhafter. Wo der Punkt ist? Die Frage stell ich mir auch. Es geht wohl einfach darum, dass zu langes Hocken auf der Couch matschig macht. Bevor man also völlig verflüssigt, ist es gar nicht so verkehrt, ein wenig Gehirnjogging zu betreiben und etwas von dem Matsch zu virtuellem Papier zu bringen. Klar oder? Oder auch nicht. Was solls. Es geht darum, der Schreibblockade zu entgehen, bevor sie komplett dicht macht. Habe ich hiermit getan. Wäre das also auch erledigt, womit ich mich wieder dem Sandwich widmen kann. Bisher also ein durch und durch erfolgreicher Sonntag.

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    • ExCheffe: Schön, schön, wird ja alles bei dir. Alles Gute weiterhin und frohe Feiertage. Viele Grüße vom ExChe ...
    • netfighters: Also ich habe Kiel erst in diesem Jahr kennen und lieben gelernt und sehr vieles was in dem Video zu ...
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