Tropfen auf der Linse

Nicht mehr lange und dann ist wieder Kieler Woche. Dementsprechend wird es langsam Zeit, dass das geforderte Vorab-Video zu eben jener Woche allmählich fertig wird. Es gab den grandiosen Plan, einen Tag in Schilksee mit ausreichend Kamera-Equipment zu verbringen und eine kleine Story rund um einen Unwissenden zu filmen. Sogar die deutsche Segel-Mannschaft fand die Idee gut und wollte mitmachen. Einziges Problem an dem Plan? Kieler Woche Wetter!

War das Wetter in letzter Zeit eigentlich ganz erträglich, scheint es sich jetzt im Eilschritt nochmal richtig auskotzen zu wollen. So war der gesamte heutige Tag, welcher nunmal als Drehtag geplant war, geprägt von einer Menge Wasser und das von allen Seiten. Aber sowas hält uns ja nicht auf. Als echter Norddeutscher merkt man das gar nicht und ausserdem ist es so ja auch ein viel authentischer Kieler-Woche-Bericht. Die Selbstlüge ist das Einzige, was einen davon abhält, den Tag zu verfluchen. Jedenfalls standen wir mit 2 in Mülltüten gehüllten Kameras und einer in einer schicken Wassschutzhandtasche den halben Tag im Olympiazentrum rum und filmten solange die Linsen tropfenfrei waren. Also meist sehr kurz, aber durch reichlich putzende Hände und der richtigen Positionierung im Wind könnten die Filmzeiten dramatisch verbessert werden. Neben reichlich Fragen an Passanten und Ladenbesitzer gab es aber auch noch die National-Segler zu filmen. So wie es sich gehört, zeigten die Jungs keinerlei Scheu vor Wind oder Wasser. Wir aber auch nicht und daher bestieg Rafa mit meiner Wenigkeit als Kameramann-Begleitung ein kleines Schlauchboot um beim täglichen Training hautnah dabei zu sein.

So dramatisch wirkte das Fahren auf See gar nicht. Dann verließen wir den Hafen. Mit 50km/h peitschte das kleine Gummiteil durch die 4m-Wellen und störte sich auch nicht an den 7 Windstärken. Durchaus interessant, wenn man das Nachbar-Segelboot filmt und plötzlich feststellt, dass man sich auf halber Segelhöhe befindet. Ebenso interessant wie der Aufprall nach einer Welle fürs Knie. Ehrlich gesagt bin ich ziemlich gespannt was am Ende tatsächlich an brauchbarem Filmmaterial von der Fahrt übrig ist. Eine Kamera, eingepackt in einer Plastikhandtasche und ständig Wasser von allen Seiten sind jedenfalls nicht die optimalsten Umstände. Als der Akku nach einer Dreiviertelstunde nicht mehr wollte, kam uns das nur gelegen und so ging es zurück ans unbedeutend trockenere Land. Es war schwierig, eine nicht feuchte Stelle am Körper zu finden. Aber was tut man nicht alles für FH/KiWo/eine gute Note. Eine kurze Trockenzeit später war auch die letzte Einstellung im Kasten und es konnte heimwärts in den wohlverdienten und trockenen Feierabend gehen. Jetzt muss aus dem Material noch ein sinnvoller Beitrag geschnitten werden, aber nicht mehr heute. Warmer Tee und eine kuschelige Decke sind jetzt meine besten Freunde.

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One Kommentar

  1. Endlich ist es wieder soweit!

    01 . 
    geschrieben am 17. Juni 2009 um 10:21

One Trackback

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    Von Nachgereicht: Bilder vom Schilksee-Dreh am 13. Juni 2009 um 18:11
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    • ExCheffe: Schön, schön, wird ja alles bei dir. Alles Gute weiterhin und frohe Feiertage. Viele Grüße vom ExChe ...
    • netfighters: Also ich habe Kiel erst in diesem Jahr kennen und lieben gelernt und sehr vieles was in dem Video zu ...
    • ExCheffe: Glückwunsch und aussprechende Annerkennung!!! ...
    • ExCheffe: Jaaaaaaa! Vieleicht beim Master :-) Gruß ExCheffe ...
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