Dem Heißhunger zum Trotz

Mein Frühstück & Mittag

Mein Frühstück & Mittag

Die Hälfte ist rum, Bergfest! Ein Grund zu feiern, aber womit? Bereits zwei Drittel der Unterernährung sind ebenfalls geschafft, was jedoch auch noch eine weitere Woche bedeutet und somit steht nicht viel zur Verfügung, womit man das geschaffte Teilstück feiern könnte.Selters statt Sekt und Protein-Shake dazu, nicht sehr verlockend und dennoch angenehmer als überernährt zu werden. Mag an der merkwürdigen Funktionsweise des eigenen Körpers liegen oder an hervorragend schneller Gewöhnung, aber ein Hungergefühl will sich nicht einstellen. Ein Shake zum Frühstück, ein Shake zum Mittag und abends eine gute Portion normalen Essens, z.b. Züricher Geschnetzeltes, Nudeln Bolognese oder Steak mit Ofenkartoffeln und Gemüse.

Das Ganze ergibt für einen Tag nicht mal 1300 kcal, was wiederum gerade mal 4 Cheeseburger sind und davon soll man satt werden? 4 klitzekleine Burger für einen ganzen Tag? Oder andersrum, vier dieser mickrigen Geschöpfe, die sich Nahrung schimpfen, stellen 50% meines Tagesbedarfs an kcal dar? Wieviel Tagesbedarf sie auf anderer Ebene nicht decken, will man gar nicht erst wissen. Insbesondere erschreckend in Hinblick auf die Unmengen Essen, die ich abends noch bekomme, welche rund 600 kcal darstellen und garantiert wesentlich mehr Gewicht im Magen haben als 2 Cheeseburger.

Mein Ausblick

Mein Ausblick

Es hat schon Gründe, warum ich bisher nie den Drang hatte, irgendwelches diätisches Kcal-Zählen zu betreiben. Ich will essen und genießen, nicht Mathe studieren. Verursacht nur viel zu viel schlechtes Gewissen, da koch ich dann lieber einfach nicht so große Portionen. Jedenfalls, trotz dieser im männlichen Vergleich geringwirkenden Nahrungsmengen geht es. Kein umfassendes Völlegefühl oder genug für reichlich körperliche Aktivität, aber ausreichend für einen hauptsächlich gammeligen Faulenzertag. Vom Gefühl sogar viel näher an der eigenen Normal-Ernährung, zumindestens vom Volumen her und die Abendmahlzeit ist mengenmäßig sogar recht umfangreich. Trotzdem mangelt es einem, es mangelt an Knabberei.

Der Tag ist von ständigem Janker auf irgendwelches Zeug begleitet, das Verlangen, in eine einfache Stulle Brot zu beißen oder zwischendurch ein Stück Schokolade zu naschen. Der Heißhunger und das Verlangen nach dem üblichen Kleinkram zu ignorieren ist die echte Herausforderung. Dabei stellt sich das tägliche Gebundensein ans Institut als treuer Freund heraus. Mangels Möglichkeit und Angebot kommt man gar nicht erst in Versuchung, ohne dieses hätte sich der persönliche Wille schon längst dem Verlangen unterworfen.

Mein Abendessen

Mein Abendessen

Wieviel Kleinkram man sich doch den Tag über in den Rachen wirft. Dass 2 der 3 Mahlzeiten in hauptsächlich flüssiger Form zu sich genommen werden, hilft dem Ganzen auch nicht gerade. Kauen, nur eine Kleinigkeit, nicht erst abends, mitten am Tag, oh wie schön wär das… Sowieso erscheinen immer mehr Nahrungsmittel wesentlich verlockender und sie begegnen einem überall. Ständig locken sie, reiben einem ihre Lleckerheit ins Gesicht und selbst, wenn man sich klar macht: so lecker war das Zeug eigentlich nie und wird’s auch gar nicht sein, kann man doch nicht vermeiden, dass der Mund nur so überläuft mit Wasser. Alltägliches erscheint plötzlich begehrlicher denn je. Hier muss ich mich stoppen, mein Kopf fängt an furchtbar grausige Bilder zu konstruieren von gedeckten Tischen, die nur so strotzen mit all dem, was einem schmeckt. Dampfende Köstlichkeiten, wohlriechende Leckereien und süße Sünden. Hinfort mit euch, ihr Dämonen. Noch diese eine Woche! Dann gibt es wieder reichhaltiges Essen. Auf geht’s in die letzte Mangelwoche.

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    • ExCheffe: Schön, schön, wird ja alles bei dir. Alles Gute weiterhin und frohe Feiertage. Viele Grüße vom ExChe ...
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