Bald sind diese kleinen Leuchtkugeln womöglich gar nicht mehr erlaubt und man muss die Glühbirnen-Polizei fürchten. “Sir, was haben sie da in ihrer Lampe?” Mal abgesehen davon, dass der Techniker sofort schreit: “Eine glühende Birne? Wohl kaum!”. Da kann ich nur sagen: was auch immer. Von mir aus leuchtet da Obst an meiner Decke. Inzwischen sind es eh meistens glühende Gestänge. “Sparlampen” sagt man dazu, gibt es dafür kein freundlicheres Wort? Eins etwas weniger spießig und dem Gutbürgertum zugewandt? Man muss sich wohl dran gewöhnen, dass das Licht neuerdings eine Vorwärmphase braucht bis es sich in der Lage sieht, den Raum zu beleuchten. Womit man wiederum mehr Gelegenheit hat sich den Zeh an irgendwas Hartem zu stoßen, hilft zur Not wenigstens den Ärzten aus der finanziellen Krise. Sparlampen related accidents, schon eine Versicherung drauf spezialisiert? Was uns alles entgeht, wenn wir erstmal keine Glühlampen mehr haben? So wunderbare Videos wie “Happy Up Here” von Röyksopps zum Beispiel. Eine Welt voller Glühbirnen, welche sich gegen fiese Space Invaders verteidigen. Erfreut euch an diesem Lichtfest und wippt fröhlich zur herrlichen Musik:
Reichlich undurchsichtig die Welt im Moment. Auch wenn es zwischendurch mal Tage der Klarheit gab, so bleibt doch konstant das Wetter eher negativ ausgerichtet. Trübsal blasend regnet es in ekliger Kleingeistigkeit und durchfeuchtet die Welt im Gesamten. Wacht man den einen Tag noch zu strahlend blauem Himmel auf, so muss man sich am nächsten schon wieder damit abfinden, dass Grau in Grau keinen Motivationsschub liefert. Absolut nicht hilfreich, wenn es darum geht, Gründe zu finden, das Bett überhaupt zu verlassen. Diese Unzuverlässigkeit ist vielleicht der Grund dafür, warum das Leben sich verlagert in die Dunkelheit der Nacht. Hier kann man sicher sein, dass Lampen erstrahlen und die Welt erleuchten lassen in bunten schimmernden Farben. Ob es dann regnet oder schneit ist fast schon zweitrangig, man tobt eh in irgendwelchen schummrigen Kellern durch die Gegend und bekommt davon nichts mit.
Dort in der ewigen Nacht spielt es keine Rolle, wie es draußen aussieht. So werden Tage zu Nächte und man selbst Teil des singenden, tanzenden Abschaums der Welt. Schweiß getränkte Luft und der unbändige Drang zur Bewegung machen einem das Atmen schwer. Körper gedrängt auf kleinster Fläche, in der einsamen Hoffnung auf Kontakt, vereint bedrängen sich gegenseitig und verschmelzen zu einer homogenen Masse von Individualisten. Jeder für sich wird Teil des Ganzen und hält sich an der Illusion der Einzigartigkeit fest. Dabei ist der Rhythmus vorgegeben und lässt Abweichungen nur mit abschätzigen Blicken zu. So tanzen und singen sie durch die Nacht aus Angst vor dem Tag. Betäubt und im Rausch verliert der Körper seine Bedeutung. Seine Anwesenheit bloßer Fakt ohne Relevanz. Getrieben durch die Gier nach mehr bewegt er sich weiter, unwissend des Ziels, doch ohne Möglichkeit zu stoppen. Bis irgendwann auch in dieser abgeschotteten Umgebung der Tag einbricht und die Lichter grell und blendend von der Decke strahlen.
Wie der Schatten, der das Licht meidet, treibt es einen raus. Hinaus in den anbrechenden Tag mit einem gebrochenen Körper. Im Licht der Dämmerung wird verzweifelt nach dem Geborgenheit-gebenden Bett gesucht. Eines, was Wärme spendet und die Kälte der Nacht vergessen lässt. Eines, in dem man im komatösen Zustand die Probleme des Alltags passieren lassen kann mit dem Wunsch nach einem Erwachen in Klarheit. Doch anstelle dessen gibt es bloß Nebelschwaden.
Wie praktisch, eine Bombenentschärfung direkt um die Ecke. Kann ich endlich mal ausprobieren ob es nun der blaue oder rote Draht ist. Sowieso erscheint mir das Ganze etwas sehr geplant. Plötzlich findet man eine Fliegerbombe, direkt neben einer Tankstelle zwischen einer Uni voller Studenten und Wohnhäuser voller Bewohner. Wie gemacht für einen Hollywoodstreifen. Entweder Rettung in letzter Sekunde oder riesiger Feuerball. Da wir aber in Deutschland und net Hollywood sind, liegt direkt an der nächsten Kreuzung die Hauptfeuerwache. Alles sehr verdächtig zufällig. Aber tatsächlich ist es so, dass die eigene Wohnung noch mitten im rot eingekringelten Bereich liegt und somit am Donnerstag bis spätestens 14:00Uhr verlassen sein muss. Die Chance für den Karrierestart als Besetzer. Bevor ich mich jedoch vor die Tür setzen lasse, werde ich wohl doch freiwillig den Rückzug antreten und Unterschlupf bei Verbündeten suchen. Auf das wir morgen Nachmittag auf ein Feuerwerk verzichten können.
Man muss auch mal wissen, wann fertig ist und gestern war definitiv fertig und das in jeder Hinsicht. Die letzte Semester-Klausur wurde am Morgen mit leichter Verspätung aber sehr schaffbar eingeläutet. Anschließend wurde noch gemeinschaftlich abgestimmt, welche Plakate würdig genug seien um der Weltöffentlichkeit bei passender Gelegenheit im Citti-Park präsentiert zu werden. Danach war dann aber wirklich fertig. Für so gut wie alle, außer ein paar, die lieber im März als im Februar schreiben, hieß es Semesterende. Feierlich eingeläutet wurde dies mit einem kleinen Fassanstich bei Nils. Dies sollte aber nur eine Teilepisode bleiben, mit anschließendem Vornickern für den Abend. Mit dem Überschreiben der eigenen Methode wurde dann bei wärmendem Rotlicht in Patricks Behausung konkret begonnen. Nach kurzer Einführung von Frau Uhse stand der feuchtfröhlichen Stimmung nichts mehr im Weg. Damit die Wohnung aber dennoch in brauchbaren Zustand zurück bleiben konnte, ging es weiter zum Tuch. Wohin soll man auch sonst am Montag Abend?! Herzzerreißende Szenen der Wiedervereinigung mit weiteren befreiten Jahrgangsmitgliedern spielten sich dort ab. So wurde bis in die frühen Morgenstunden weiter gefeiert und fröhlich alles überschrieben, was noch vom Semester übrig war. Erst das Licht im Laden deutete uns den Weg hinaus, wo es dann noch Wasser -Eimer aus Wohnungen und fliegende Döner gab. Alles war dabei und insgesamt war es ein sehr stimmungsvoller Einstieg in die vorlesungsfreie Zeit. Bilder sind auch mal wieder reichlich entstanden. Nach dem Klick auf Read More gibt es den Abend im 30-Sekunden-Zusammenfassungsvideo und als Slideshow zu sehen.