Freitag Morgen 10:00 Uhr, so früh hat die Kieler Woche für mich auch noch nie angefangen. Erstaunlicherweise ging es dabei nicht um den üblichen Alkoholverzehr und ähnlichem. Die erste Redaktionssitzung der Kieler Woche Online-Redaktion stand an. Im Rahmen des WPF “KiWo Berichterstattung” werden einige fröhliche Studenten die Woche über mit Kameras bewaffnet über die Kieler Woche hetzen um möglichst die besten Bilder einzufangen. Das Ganze ist nicht nur für den Hausgebrauch und Notenvergabe gedacht. Die Video-Berichte der anderen und meines Teams werden alle online auf www.kieler-woche.de/journal zu finden sein. Aktuell sind sogar schon 2 Vorabberichte online. Beteiligt war meiner einer an dem “Simon sucht“-Beitrag. Welche Beiträge noch folgen werden, verrate ich an dieser Stelle nicht, aber ein regelmäßiger Blick auf www.kieler-woche.de/journal dürfte sicher lohnenswert sein. In diesem Sinne wünsche ich allen Viel Spaß auf der Kieler Woche und passt auf, dass ihr mir nicht zufällig betrunken vor die Linse lauft 
Die Bilder Ausbeute der Bootsfahrt ist eher mässig, was will man unter solchen Bedingungen auch erwarten. Dennoch sind tatsächlich mehrere Einstellungen was geworden. Auch, wenn es eigentlich um bewegte Bilder geht, vermitteln ein paar Screenshots vielleicht einen Eindruck vom Tag.
Nicht mehr lange und dann ist wieder Kieler Woche. Dementsprechend wird es langsam Zeit, dass das geforderte Vorab-Video zu eben jener Woche allmählich fertig wird. Es gab den grandiosen Plan, einen Tag in Schilksee mit ausreichend Kamera-Equipment zu verbringen und eine kleine Story rund um einen Unwissenden zu filmen. Sogar die deutsche Segel-Mannschaft fand die Idee gut und wollte mitmachen. Einziges Problem an dem Plan? Kieler Woche Wetter!
War das Wetter in letzter Zeit eigentlich ganz erträglich, scheint es sich jetzt im Eilschritt nochmal richtig auskotzen zu wollen. So war der gesamte heutige Tag, welcher nunmal als Drehtag geplant war, geprägt von einer Menge Wasser und das von allen Seiten. Aber sowas hält uns ja nicht auf. Als echter Norddeutscher merkt man das gar nicht und ausserdem ist es so ja auch ein viel authentischer Kieler-Woche-Bericht. Die Selbstlüge ist das Einzige, was einen davon abhält, den Tag zu verfluchen. Jedenfalls standen wir mit 2 in Mülltüten gehüllten Kameras und einer in einer schicken Wassschutzhandtasche den halben Tag im Olympiazentrum rum und filmten solange die Linsen tropfenfrei waren. Also meist sehr kurz, aber durch reichlich putzende Hände und der richtigen Positionierung im Wind könnten die Filmzeiten dramatisch verbessert werden. Neben reichlich Fragen an Passanten und Ladenbesitzer gab es aber auch noch die National-Segler zu filmen. So wie es sich gehört, zeigten die Jungs keinerlei Scheu vor Wind oder Wasser. Wir aber auch nicht und daher bestieg Rafa mit meiner Wenigkeit als Kameramann-Begleitung ein kleines Schlauchboot um beim täglichen Training hautnah dabei zu sein.
So dramatisch wirkte das Fahren auf See gar nicht. Dann verließen wir den Hafen. Mit 50km/h peitschte das kleine Gummiteil durch die 4m-Wellen und störte sich auch nicht an den 7 Windstärken. Durchaus interessant, wenn man das Nachbar-Segelboot filmt und plötzlich feststellt, dass man sich auf halber Segelhöhe befindet. Ebenso interessant wie der Aufprall nach einer Welle fürs Knie. Ehrlich gesagt bin ich ziemlich gespannt was am Ende tatsächlich an brauchbarem Filmmaterial von der Fahrt übrig ist. Eine Kamera, eingepackt in einer Plastikhandtasche und ständig Wasser von allen Seiten sind jedenfalls nicht die optimalsten Umstände. Als der Akku nach einer Dreiviertelstunde nicht mehr wollte, kam uns das nur gelegen und so ging es zurück ans unbedeutend trockenere Land. Es war schwierig, eine nicht feuchte Stelle am Körper zu finden. Aber was tut man nicht alles für FH/KiWo/eine gute Note. Eine kurze Trockenzeit später war auch die letzte Einstellung im Kasten und es konnte heimwärts in den wohlverdienten und trockenen Feierabend gehen. Jetzt muss aus dem Material noch ein sinnvoller Beitrag geschnitten werden, aber nicht mehr heute. Warmer Tee und eine kuschelige Decke sind jetzt meine besten Freunde.

Und jetzt wird gegrillt, der Regen kann mich mal! Balkon olé!!
Zum neunten Mal traf man sich früh am Morgen am Eutiner Bhf, um den einen Tag zu zelebrieren, an dem man auffällt, wenn man nüchtern durch die Gegend rennt. Ganze 12 Mann haben sich wieder einmal eingefunden und wurden auch prompt von Omi und Vati angestarrt, als sie mit lautstarker Musik den Markt überquerten. Offenbar waren wir doch reichlich früh unterwegs, denn ein wenig einsam und speziell kam man sich dann doch vor. Aber auch später änderte sich das nicht unbedingt. Direkt alleine war man nicht aber doch einige der üblichen Verdächtigen fehlten auf dem Weg und so kam es einem wesentlich leerer vor. Dabei konnte man eigentlich nichts Schlechtes über das Wetter sagen. Bei sehr angenehmen Temperaturen und leichter Bewölkung ließ es sich ganz wunderbar wandern und sogar ein Sprung ins eiskalte Nass war machbar. Merken sollte man sich, dass es vielleicht sinnvoll ist zu warten, bis der Grill auch wirklich heiß ist, dann schmeckt die Wurst auch nicht so doll nach Anzünder. Lediglich am späten Nachmittag, als der See dann endlich umrundet war und die wohlverdiente Pause im Park anstand, zeigte sich der Himmel von seiner pissigen Seite. Ein Boot wäre wohl hilfreicher gewesen als der Bollerwagen. Aber auch dieser sintflutartige Regen zog schnell vorbei und alles war wieder gut. Insgesamt also auch wettertechnisch ein absolut machbarer Tag, was einem die Pessimisten ja nie glauben wollen aber diesen einen Tag kann auch das beste Wetter nicht ruinieren.
Die Bilder vom Seerundgang, welcher immerhin gut und gerne 8 Stunden andauerte, gibt es nach dem Klick auf Read More in einer kleinen handlichen Slideshow.
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