Wie praktisch, eine Bombenentschärfung direkt um die Ecke. Kann ich endlich mal ausprobieren ob es nun der blaue oder rote Draht ist. Sowieso erscheint mir das Ganze etwas sehr geplant. Plötzlich findet man eine Fliegerbombe, direkt neben einer Tankstelle zwischen einer Uni voller Studenten und Wohnhäuser voller Bewohner. Wie gemacht für einen Hollywoodstreifen. Entweder Rettung in letzter Sekunde oder riesiger Feuerball. Da wir aber in Deutschland und net Hollywood sind, liegt direkt an der nächsten Kreuzung die Hauptfeuerwache. Alles sehr verdächtig zufällig. Aber tatsächlich ist es so, dass die eigene Wohnung noch mitten im rot eingekringelten Bereich liegt und somit am Donnerstag bis spätestens 14:00Uhr verlassen sein muss. Die Chance für den Karrierestart als Besetzer. Bevor ich mich jedoch vor die Tür setzen lasse, werde ich wohl doch freiwillig den Rückzug antreten und Unterschlupf bei Verbündeten suchen. Auf das wir morgen Nachmittag auf ein Feuerwerk verzichten können.
Man muss auch mal wissen, wann fertig ist und gestern war definitiv fertig und das in jeder Hinsicht. Die letzte Semester-Klausur wurde am Morgen mit leichter Verspätung aber sehr schaffbar eingeläutet. Anschließend wurde noch gemeinschaftlich abgestimmt, welche Plakate würdig genug seien um der Weltöffentlichkeit bei passender Gelegenheit im Citti-Park präsentiert zu werden. Danach war dann aber wirklich fertig. Für so gut wie alle, außer ein paar, die lieber im März als im Februar schreiben, hieß es Semesterende. Feierlich eingeläutet wurde dies mit einem kleinen Fassanstich bei Nils. Dies sollte aber nur eine Teilepisode bleiben, mit anschließendem Vornickern für den Abend. Mit dem Überschreiben der eigenen Methode wurde dann bei wärmendem Rotlicht in Patricks Behausung konkret begonnen. Nach kurzer Einführung von Frau Uhse stand der feuchtfröhlichen Stimmung nichts mehr im Weg. Damit die Wohnung aber dennoch in brauchbaren Zustand zurück bleiben konnte, ging es weiter zum Tuch. Wohin soll man auch sonst am Montag Abend?! Herzzerreißende Szenen der Wiedervereinigung mit weiteren befreiten Jahrgangsmitgliedern spielten sich dort ab. So wurde bis in die frühen Morgenstunden weiter gefeiert und fröhlich alles überschrieben, was noch vom Semester übrig war. Erst das Licht im Laden deutete uns den Weg hinaus, wo es dann noch Wasser -Eimer aus Wohnungen und fliegende Döner gab. Alles war dabei und insgesamt war es ein sehr stimmungsvoller Einstieg in die vorlesungsfreie Zeit. Bilder sind auch mal wieder reichlich entstanden. Nach dem Klick auf Read More gibt es den Abend im 30-Sekunden-Zusammenfassungsvideo und als Slideshow zu sehen.
Kann man durchaus mal so sagen. Zwei weitere Noten zum Wochenende und beide erzeugen ein herrliches Gefühl. Zum Ausdruck bringen wir das ganze mal musikalisch:
Jetzt noch eine Klausur am Montag über Internet und Informatik, vor der es mir erstaunlich wenig graust und das Semester wäre geschafft. Mögen die restlichen Noten auch so ausfallen und das ganze wird ein 1a Start.
Der erste Teil wäre geschafft. Mit dieser Woche sind alle Projekte fürs erste Semester abgegeben – was nicht wirklich bedeutet, dass jetzt Ruhe und Entspannung vorherrscht. Theoretisch müsste ja für die anstehenden Klausuren in der nächsten Woche gelernt werden. Das geschieht noch nicht ganz so intensiv wie gewünscht, aber ich arbeite dran.
Jedenfalls Projekte. Mehrere mussten erledigt werden und fast jedes davon hat mich um eine Menge Schlaf gebracht. Zum ersten musste eine HTML-Seite erstellt werden. Die kostete nicht allzu viel Schlaf. Dann musste eine drei Minuten Show für den Mediendom erstellt werden. Dank komischer Digistar Software, welche auch nur in der FH läuft, kostete das reichlich Zeit. So verbrachte ich sicherlich 5 Tage nur in der FH um diese drei Minuten voll zu bekommen. Wenigstens war man nicht allein. Schon erstaunlich, wenn man an einem Sonntag Morgen in die FH tuckert und der Labor-Raum bereits fast voll besetzt ist. Selbst, wenn man abends um 11 endlich abhaut, kommen noch neue Leute, die wiederum die Nacht dort verbringen. Eigentlich konnte man zu jederzeit kommen, irgendwer war immer da. Ein sehr heimeliges Gefühl, was noch durch Pizza und Bier unterstützt wurde. Inzwischen trifft man natürlich kaum noch jemanden. Weiterhin stand noch an, eine Fotoserie aus drei Bildern zu erstellen. Als Thema stand “Sterne über Kiel” an. Dieses Jahr ist Jahr der Astronomie und um das auch in Kiel zu feiern, wurde das Ganze hier unter das Motto “Sterne über Kiel” gestellt mit allem möglichen Krimskrams an Veranstaltungen. Natürlich macht auch die FH mit ihrem Planetarium mit und so bekamen wir das Thema überall zur Bearbeitung. So auch bei der Erstellung einer Plakatserie, wieder drei Stück. Wie auch die Bilder konnte das Ganze frei interpretiert werden, nur irgendwie musste ein Bezug zu Kiel&Sternen sein. Damit es nicht langweilig wird, war auch eine Alternativ-Serie gefordert. Zum Abschluss waren dann noch Logos gefordert. Die Büchereizentrale S-H will ein neues. Was gibt es besseres, als sich die für umsonst von Studenten machen zu lassen. Ihr Logo sollte neu und innovativ sein, gleichzeitig aber auch so aussehen wie das alte, quasi. So wie es halt immer ist. Jedenfalls mussten diese drei Projekte nicht nur ausgeführt sondern auch dokumentiert werden. Dadurch hatte ich die Woche vor der Abgabe nicht mit Schlaf vor 4 Uhr zu rechnen und zwischendurch wurde auch schon mal durchgemacht. Recht -und Frühzeitig anfangen ist doch quatsch. Dabei sprang für Fotografie eine 10 Seiten Doku und für Plakat&Logo eine 39 Seiten Doku raus. Hoffen wir, dass es reicht und alles drin steht. Damit das Ganze aber nicht in irgendwelchen Aktenschränken vermodert und sich der Rest der Welt auch mal ein Bild machen kann, gibt es nach dem Klick auf Read More eine kleine Projektshow, in der man das Ganze begutachten kann. Lediglich die Mediendomshow gibt es nicht zu sehen. Wer zufällig einen herumstehen hat, dem kann ich ja mal das Skript zukommen lassen
Am Ende wiederholt sich alles ja doch. So berichtete ich gestern noch davon wie ich selbst kasteiend die Nacht ohne Schlaf verbringe um wieder einen normalisierten Schlafrhythmus zu erhalten. Um 23:59 bin ich an dem Tag übrigens ins Bett gefallen, damit waren dann auch 36h rum. Irgendwo weit hinten in den Erinnerungen schlummerte ein verstecktes Neuron, welches meint, eben dieses schon einmal erlebt zu haben. Ein Blick in die traurigen Archiv Reste offenbart tatsächlich: am 08.01.2008 hatte ich einen Text online, der beschreibt wie ich die Nacht durchmache um wieder vom Urlaubs- in den Arbeitsrhythmus zu kommen. Wunderbar wie regelmäßig ich doch arbeite und tatsächlich treffen die Gedanken auch jetzt wieder exakt zu, nur, dass es nicht mehr arbeiten, sondern studieren heißt. Kleiner aber feiner Unterschied.
Zur Erinnerung gibt es dieses Zeitdokument jetzt noch einmal zu lesen. Vielleicht wird es ja eine Reihe. Hier also der orginal „Tage wie Nächte” Text vom 08.01.2008:
Leichter wird es wahrlich nicht. Heute war der erste Arbeitstag für mich im neuen Jahr. Die letzten Tage des Urlaubs hatte der Körper dazu genutzt, mich seinem Biorhythmus anzupassen. Was das angeht, ist er definitiv im Teenageralter hängen geblieben. Tagsüber schlafen und mitten in der Nacht plötzlich zu Höchstleistungen auflaufen. Da hilft auch früh aufstehen oder Willenskraft nichts. Mein Körper ist einfach für die Nachtnutzung konzipiert.
So kam ich in den Genuss einiger Sonnenaufgänge und konnte der Stadt dabei zu sehen wie sie allmählich zu Leben erwacht. Es hat etwas sehr beruhigendes, den hektischen, lärmenden Tag zu verschlafen und die Ruhe der Nacht und des frühen Morgens zu genießen. Wenn sich die ersten Wagemutigen in das dämmrige Licht des klammen Morgens wagen, freut man sich um so mehr über die wärmende Decke und das wohlige Gefühl, gleich friedlich einzuschlafen. Auch wenn das wohl hauptsächlich auf die schändliche Schadenfreude zurückzuführen ist. Es ist einfach etwas vollkommen anderes, wenn man nach langer gemeinsamer Zeit der entschwindenden Nacht Auf Wiedersehen sagt, als wenn man nur aufsteht und vielleicht noch die letzten Momente der Abreise sieht. Sitzt man auf der Couch im Halbdunkeln mit dem Blick aus dem Fenster, so kann man einen Moment der Ruhe und Entspannung erleben, gepaart mit Aufbruchstimmung. In diesem Moment glaubt man auf Schlaf verzichten zu können. Der Tag liegt vor einem, man ist voller Elan und nichts kann einen stoppen, höchstens noch das eine oder andere Stündchen, bis auch endlich alle anderen aufgestanden sind und die nächtliche Einsamkeit ein Ende hat. Zurück in die Arme der Gesellschaft, nur ein wenig länger müsste man durchhalten. Die Realität holt einen sehr viel schneller ein als man denkt. Plötzlich überkommt einen der unerbittliche Ruf nach Schlaf und die stille Welt um einen herum bietet einem nichts mehr, um sich wach zu halten. Der Elan schwindet und die Kälte des Tages bricht über einen herein. Spätestens jetzt sollte man doch besser dem Ruf folgen und den geschundenen Körper schlafen legen.
Jedenfalls lässt sich so ein Biorhythmus nur schwer und vereinzelt mit der Arbeitswelt vereinen. Mal abgesehen davon, dass nur, weil ich Nachtaktiv bin, es noch lange nicht heißt, dass ich auch nachts arbeiten will. Vielleicht doch auf Dauer etwas einsam. Zum Arbeitsbeginn muss der Körper aber wieder auf Linie gebracht werden. Zackiges Aufstehen am frühen Morgen und pünktliches Ins-Bett-Legen am Abend. Ja sicher, hat ja auch vorher schon so super geklappt… Dementsprechend war das mit dem Schlafen in der letzten Nacht nur vereinzelt möglich. Ein Aufwachen verbunden mit einem Aufstehen um halb fünf Uhr morgens konnte erst nach über einer Stunde beendet werden, wobei vor halb 2 eh nicht an schlafen zu denken war. So leid mir mein Körper und Geist auch tun, der einzige Weg, die Umstellung erfolgreich zu vollziehen, ist ein Tag mit Schlafmangel. Wollen wir hoffen, dass ich nachher müde ins Bett falle und glücklich durchschlafen kann. Immerhin ist Neumond, vielleicht hilft das!? Das mit dem frühen Aufstehen habe ich bereits vor langer Zeit aufgegeben zu versuchen. Aber man kann ja hoffen